Angelika Niescier | © Angelika Niescier Angelika Niescier | © Angelika Niescier
© Angelika Niescier
Angelika Niescier BTHVN (DE)

Angelika Niescier BTHVN (DE)

„Endlich: Für Elise“ soll augenzwinkernd eine Zuhörerin geflüstert haben, als die Kölner Saxophonistin in Saalfelden in Sextettbesetzung mit ihrem ganz und gar eigenen Kommentar zu Beethoven ins Finale einbog. Elise kann’s nicht gewesen sein, denn Niescier bezieht sich ausschließlich auf Ludwigs Streichquartette. Jeglicher Wiedererkennbarkeit stehen im Wege: die Besetzung u.a. mit zwei Vibraphonen (mehrfach beim Festival vertreten: Christopher Dell; auch mit der Band Dahlgren zu erleben: Evi Filippou) und die Radikalität angewandter, teils auf Zufallsprinzipien beruhender Methoden des Arrangierens und Komponierens. Klingt abstrakt, funktioniert aber bestens als Musik mit viel Raum für freie Improvisation.

Angelika Niscier-sax I Eva Fillipo- vibraphon perc I Chris Dell-vibraphon I Morit Baumgärtner-drums I Phil Donkin-bass I Shannon Barnett-trombone