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Ausstellung
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03.11.2022 - 28.01.2023 · L.art Galerie
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CAROLINE WEIHRAUCH - MICHELE BUBACCO - LAURA NITSCHE

In der diesjährigen Weihnachtsausstellung zeigt die L.art Galerie Arbeiten von drei facettenreichen Künstler:innen.

Mit der in Berlin lebenden CAROLINE WEIHRAUCH, deren Bilder in ihrer ornamentalen Üppigkeit gleichzeitig barock und modern anmuten, stellt L.art Galerie eine neue Künstlerin erstmals in Österreich vor. Der Venezianer MICHELE BUBACCO zeigt neue Kompositionen im Gleichgewicht zwischen figurativen Aufnahmen und Ausradierungen, die während seines Aufenthalts in Paris in den letzten Monaten entstanden sind. LAURA NITSCHE schließlich wird neben Stillleben ihr neues Buch präsentieren, in dem sie der Frage nachgeht, was Einkaufslisten über unsere Gesellschaft aussagen.

CAROLINE WEIHRAUCH * 1961
Müsste man die Tafelbilder von Caroline Weihrauch einer Stilrichtung zuweisen, es käme einem wohl die Belle Èpoque in den Sinn. Ihre Interieurs betören mit einer floralen und ornamentalen Üppigkeit, barocke Opulenz wird in moderner Interpretation übersetzt. In ihren Stillleben und Blumenbildern spiegelt sich die Schönheit des Augenblicks. Landschaften wie Sylt oder Venedig wecken nostalgische Erinnerungen, Sehnsucht nach dem Meer, nach früheren - nur in der Verklärung besseren - Tagen. Nur selten bildet sie Menschen ab, trotzdem strahlen ihre Bilder Lebendigkeit aus. Meist arbeitet sie nach eigenen Fotografien, wählt sinnliche Ausschnitte voller Energie und Lebenslust mit einem Touch Erotik. Der kräftige Pinselstrich passt sich der intensiven Farbigkeit an. Stille Momente des Seins nennt Caroline Weihrauch ihre Bilder, wie Musik empfinde sie die Harmonie der Farbtöne, und ja, manchmal schlittere sie gerne nur knapp am Kitsch vorbei. Die gebürtige Hamburgerin Caroline Weihrauch studierte Kunst- und Kulturwissenschaften sowie Malerei an der HdK Berlin (Universität der Künste) bei Andrzej Woroniec, Wolfgang Petrick und Hans-Jürgen Diehl. Ihre Arbeiten sind in privaten und öffentlichen Sammlungen zu finden und wurden in zahlreichen Ausstellungen gezeigt. Die Künstlerin lebt und arbeitet in Potsdam und Berlin, ihre Arbeiten werden erstmals in Österreich zu sehen sein.

MICHELE BUBACCO * 1983
Michele Bubacco wurde in Venedig geboren, wo er sowohl in der Begegnung mit den Werken großer Meister der venezianischen Kunst früherer Jahrhunderte als auch mit Künstlern der Moderne, nicht zuletzt seines Vaters, eines Glaskünstlers auf Murano, seine primäre Prägung als Maler erfahren hat. Dementsprechend lässt er sich in seinen Werken von der Vergangenheit wie auch von der Gegenwart beeinflussen und verarbeitet Eindrücke der Außenwelt mit Unterbewusstem zu etwas Expressiven, Unerwartetem. Teile, die ursprünglich voneinander entfernt waren, setzt er neu miteinander in Beziehung und schafft damit überraschende Assoziationen und prägnante Rhythmen. Die oft schwarz-weißen Grotesken lassen an Künstler wie Goya oder Soutine denken, Gestik und Abstraktion bestimmen die Figuren in seinen Gemälden. Er arbeitet mit Pinsel und direktem
Fingereinsatz, mit Auftrag und Ausradieren, Struktur und Form im Fokus wie auch das Gleichgewicht zwischen figurativer Aufnahme und Auslassung, auf der Suche nach dem Möglichen, der intuitiven Interpretation. Michele Bubacco hat von 2002 bis 2004 bei dem venezianischen Künstler Alessandro Rossi Malerei studiert. Er lebt und arbeitet in Wien und Venedig, seine Arbeiten waren in Ausstellungen in ganz Europa wie auch in den USA und Israel zu sehen.

LAURA NITSCHE * 1977
Laura Nitsche sammelt seit vielen Jahren handgeschriebene Einkaufszettel als Zeugnisse unseres Daseins. Sie findet sie auf Parkplätzen, vor Supermärkten, in Einkaufswagen, übersetzt sie in altmeisterliche Stillleben in Öl und hängt sie ebenbürtig neben die gerahmte Einkaufsliste. Die erweiterte Serie beinhaltet den übrig gebliebenen Müll - eine Assemblage dreier gerahmter Bilder also: Einkaufsliste, Stillleben, Müllleben. Die Stillleben wurden bei der "Eat Art" Ausstellung im Daniel Spoerri Ausstellungshaus, sowie im Rahmen der Ausstellung "Food Prints" im Technischen Museum Wien und in Museen in Deutschland, Schweden und Spanien gezeigt.
 

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