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Kunstpreis Ausstellung
Ausstellung
14.01. - 05.03.2022 · Trakl-Haus (Georg Trakl Forschungs- und Gedenkstätte)
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Großer Kunstpreis des Landes Salzburg 2022

Der Kunstpreis, mit € 15.000,- dotiert, ist der höchste Preis im Bereich bildende Kunst des Landes Salzburg. Er wird im 4-Jahres-Rhythmus vergeben (abwechselnd mit Literatur, Musik und darstellende Kunst). Damit soll ein bildender Künstler/eine bildende Künstlerin mit Verdiensten und Präsenz in Salzburg für ein konsequentes und kontinuierliches künstlerisches Schaffen ausgezeichnet werden. Es gibt kein Alterslimit, im Mittelpunkt steht das Gesamtwerk. In der Ausstellung zeigen die für den Preis nominierten Künstlerinnen und Künstler ihre Arbeiten.

Peter Brauneis zeigt in der Ausstellung im Traklhaus eine Collage aus Malereien, die emblematisch für den Weg seiner künstlerischen Entwicklung stehen.

Gunda Gruber geht es in ihrer Arbeit um fotografische Momentaufnahmen, die den künstlerischen Arbeitsprozess im Atelier dokumentieren und die sie auf Seiten aus Tageszeitungen druckt. „Subjektive, persönliche künstlerische Inhalte verschmelzen so mit gesellschaftlichen Themen und werfen Fragen auf, die sich im Kontext zwischen privat-öffentlich, Individuum-Allgemeinheit und der gesellschaftlichen Relevanz künstlerischer Tätigkeit allgemein bewegen", so Gunda Gruber in einem Statement zu ihrer Arbeit.

Thomas Hörl befasst sich in seiner 2-Kanal-Videoinstallation UNNESKO II mit den neun Eintragungen zum Immateriellen Kulturerbe der UNESCO, die es nur in Salzburg gibt – etwa die Gasteiner Perchten, das Aperschnalzen oder den Pinzgauer Trestertanz. Der Künstler filtert essentielle visuelle und performative Bestandteile dieser Bräuche und Traditionen heraus und inszeniert sich selbst zum Ausführenden innerhalb einer Zwei-Kanal-Videoinstallation.

Ursula Hübner nennt ihre im Jahr 2012 begonnene Werkserie Afterglow, in der sie fiktive bildnerische Erzählungen entwickelt. Die Collage eröffnet hier emotionale Räume, die vom Bedürfnis des Wohnens, von der spürbaren Atmosphäre in Häusern, fiktiven guten Geistern oder traumhaften Sequenzen handeln. Die Arbeiten erzählen von Architektur, Design und Moden und Technik im Wandel der Zeit.

Emma Kersten-Weymayr befasst sich in ihrer Serie von Zeichnungen betitelt mit „Deconstructing Hieronymus" mit dem Garten der Lüste von Hieronymus Bosch. Die Arbeiten beziehen sich auf die in der Mitteltafel des Gartens der Lüste dargestellte Kavalkade, von der Bosch sagte, sie zeige die Menschheit vor der Sintflut. Ein Sog, ein Tanz voll aufgeschaukelter Gereiztheit, immerfort und scheinbar endlos, ausweglos. Die Zeichnungen zu Bosch's Kavalkade zeigen eine Perspektive der Aufsicht, mit Blick auf die rasende Gesellschaft von oben auf sie gerichtet wie von einer Drohne aufgenommen.

Sigrid Kurz experimentiert in ihrer Fotoserie „DARÜBER HINAUS" mit digitalen Aufnahmen, die Sie während unterschiedlicher Arbeitsprozesse aufgezeichnet hat und Aufnahmen, die durch unabsichtliches Auslösen der Kamera mit dem Smartphone entstanden sind. Gemeinsam ist ihnen, dass sie Details von architektonischen Elementen, Körper, Bewegungen, organische Strukturen und Oberflächen verschiedener Materialien zeigen.

Michael Mauracher wird bei der Ausstellung im Traklhaus eine umfassende Fotoinstallation, zusammengesetzt aus Fotografie, Video und Wallpaper zeigen, die seinen künstlerischen Werdegang anhand dieser gezeigten Arbeit sehr gut darstellt.

Sina Moser zeigt ein Tryptichon bestehend aus 3 Collagen. Außerdem zu sehen sind Collagen, die Sina Moser aus bedruckter Bettwäsche gefertigt hat, die von der Decke hängt. Die Serie heißt „WIR SIND ALLE VERBUNDEN" und ist 2020 und 2021 entstanden.

Markus Proschek bedient sich in seinen Gemälden und Installationen oft aus Versatzstücken ideologischer und (kunst)historischer Bildproduktion. In der Gegenüberstellung und Kombination dieser Elemente werden deren latente Inhalte verdichtet und sichtbar gemacht. In Laminat (Opfer) konfrontiert uns der Künstler mit einer in Trompe-l'Oeil-Technik gemalten abgerissenen Plakatwand.

Ashley Hans Scheirl zeigt ein großes Bild (180 mal 240 cm) mit dem Titel „The Alchemist's Fetish", das einen Eindruck seines gegenwärtigen Schaffens vermittelt.

Gerold Tusch bringt seine große „Wandarbeit mit den Schlangen" ins Traklhaus, die er als repräsentativ für seine Arbeit bezeichnet. Diese hat einen kunsthistorischen Bezug zur berühmten antike Laokoon-Statue. Jedoch werden hier die beiden Schlangen losgelöst und für sich alleine stehend präsentiert, es geht nicht um den Todeskampf des Priesters Laokoon mit den Schlangen, sondern um die Energie, Kraft und Schönheit der Schlangen mit ihrer sinnlichen Oberfläche.

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