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24.09. - 19.11.2022 · L.art Galerie
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JULIA AVRAMIDIS

Ab 24. September präsentiert L.art Galerie Arbeiten auf Leinwand und Papier von Julia Avramidis aus den Jahren 2021/2022.

In der schwierigen Zeit von Pandemie und Lockdowns und des Krieges in der Ukraine entstanden, spiegeln ihre aktuellen Werke Avramidis` (neu gewonnene) innere Freiheit in einer Zeit äußerer Unfreiheit wider. „Wenn alle Sicherheiten wegbrechen – oder besser gesagt unsere Illusion von Sicherheit wegbricht – öffnen sich neue Räume fürs Denken und Arbeiten.“, so die Künstlerin. In dieser jüngsten Schaffensperiode entstand u.a. die Serie „Self“ – Fotoprints, mit deren Übermalung Avramidis einerseits den Blick von außen aufnimmt und sich andererseits ihre Selbstbehauptung zurückholt. Wie alle Arbeiten Avramidis bieten aber auch diese keine einfache Auflösung für ihre Rätsel und Geheimnisse. Ihre Verbindung zu Griechenland führt Avramidis immer wieder zur Geschichte ihrer Familie, zum Leben in der Diaspora, zu Flucht und Vertreibung. Avramidis` Ausgangspunkt sind Landschaften. Und das Meer. Die lyrisch abstrakten, oft kalligrafischen Landschaften sind wie aus einer anderen Zeit, muten eher arkadisch an als real. Neben abstrakten Formen werden menschliche Figuren mehr oder weniger sichtbar, beginnen sich in Schichten immer deutlicher abzuheben, fangen an, ihre Geschichten zu erzählen. Bilder mit Licht und Bewegung, mit zutiefst persönlichem Ausdruck bei aller Abstraktion. Avramidis selbst misst der Differenzierung von abstrakter und konkreter Kunst keine große Bedeutung bei, jede Form von Darstellung sei Abstraktion während schon reine Farbe auf der Bildfläche zum konkreten Körper werde. Avramidis arbeitet mit schnellem Strich, Linie reagiert auf Linie, oft über den Bildrand hinaus über mehrere Papierbögen hinweg. So entstehen serielle Arbeiten, die miteinander in Verbindung bleiben und dennoch ihre solitäre Position einnehmen. Malerei, Collagen und Montagen werden zu einer Einheit, lustvoll setzt sie unterschiedliche Materialien zueinander: Ölfarbe, Pastellkreide, Leinölfirnis, Aerosol, Gips und Gaze schieben sich auf Flächen und Gittern in Falten und Formen zusammen. Energiegeladene Linien und Gesten wachsen in geballter Dynamik, in der Tiefe Lebendigkeit erzeugend.

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