© Manfred Wakolbinger © Manfred Wakolbinger
© Manfred Wakolbinger
Malerei und Fotografie
Ausstellung
02.04. - 21.05.2022 · L.art Galerie
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Samstag
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Sofie Fatouretchi und Manfred Wakolbinger

MANFRED WAKOLBINGER *1952
Manfred Wakolbinger wandte sich nach einer Ausbildung in Metallbearbeitung und Werkzeugbau der Kunst zu. Ab 1980 Skulptur und Fotografie. Zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen in Europa und den USA. Unter anderem Documenta 8 und Biennale Venedig.
Der Bildhauer Manfred Wakolbinger ist seit vielen Jahren auch als Fotograf tätig. Er sucht in der Tiefe des Meeres, mittels Makrofotografie, den Kosmos. Sein Erforschen von Unterwasserwelten gleicht einer Reise in unendliche Entfernungen und Weiten, in fremde Galaxien. Ihn als Besucher dieser Welt erstaunt immer wieder, wie wenig dieser Schatz an Galaxien genutzt und erforscht wird. Er ist bezaubert von ihrer Fremdartigkeit und Schönheit. Die Schwerelosigkeit ist einer der Ursachen seiner Faszination für die Welt unter Wasser. Sie lässt sich mit dem Erlebnis des Schwebens vergleichen, wobei man von einem Glücksgefühl erfüllt ist. Es gleicht einem Spaziergang durch die Straßen, bei dem man den Boden nicht berührt.
Seine Blackwater-Tauchgänge sind bei Nacht, im offenen Meer und in der Nähe keines Riffs. Dort wo der Meeresgrund unerreichbar tief ist und wo seltsame Lebewesen, wie die Salpen, aus 800 m Tiefe an die Meeresoberfläche kommen, um Plankton abzuernten. Das Wichtigste für ihn als Fotograf unter Wasser ist sich nicht aus der Ruhe bringen zu lassen. Nur dann kann er im Gleichklang mit den Tieren schweben, sie beobachten und sie fotografieren. Eine Reise auf der Suche nach dem Kosmos und zu sich selbst.
Die Fotografien, die Manfred Wakolbinger von Expeditionen auf den Weltmeeren mitbringt, zeigen den Tanz der Salpen, der einer Ozeangalaxie entsprungen zu sein scheint. Er dekonstruiert nachträglich sowohl die Farbe als auch die Komplexität des seltenen Phänomens bis fein schimmernde Membransterne im dunklen Wasser leuchten, die er in den Himmel projiziert. Den Kopf im Nacken und den Blick nach oben gerichtet, bringt für einen Moment die vermeintlich verbindlichen Kategorien Oben und Unten, Luft und Wasser, Himmel und Erde ins Wanken – und bewirkt bei dem ein oder anderen freischwebende Gedanken.
© Mona Horncastle (Text aus dem Katalogbuch „Space is the Place“)

SOFIE FATOURETCHI *1991
Sofie Fatouretchi ist Musikerin und Künstlerin, in Kalifornien geboren und von österreichisch und iranischer Herkunft.
Sofie Fatouretchi studiert an der Universität für angewandte Kunst in der Klasse Malerei bei Henning Bohl, lebt und arbeitet in Wien. Ihre künstlerische Praxis beschäftigt sich zugleich mit einer Verarbeitung des Erlebten, sowie einer Mystifizierung des Alltags. Ihre Werke leben im Schwellenbereich des Theaters der sozialen Welt: ihr Anliegen ist, das Vorstellungsvermögen anzuregen, und sich von Präskription zu entfernen.
Nach ihrer Tätigkeit bei Boiler Room und Los Angeles-Plattenlabel Stones Throw Records, auf dem 2017 die 2LP Compilation, Sofie’s SOS Tape von ihr auch veröffentlicht wurde, zog sie zurück nach Wien wo sie Lehramt in Philosophie, Psychologie und Englisch studiert, sowie Bildende Kunst. Sie spielt Geige in der Wiener Akademischen Philharmonie, arbeitet als Musikerin, mit Kompositionsaufträge für Film, Werbung und Fernsehen, und als DJ, mit ihren eigenen Radiosendungen, die auf Londoner Station NTS sowie auf FM4 zu finden sind. Ihr selbstproduziertes Debutalbum, Cult Survivor, erschien Juli 2020 auf dem amerikanischen Label Stones Throw Records. Ihr zweites Album, Harlequin, wird auch dort September 2022 veröffentlicht.

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