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Ansichten einer dezentrierten Welt
Ausstellung
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24.04. - 10.10.2021 · Museum der Moderne Salzburg - Mönchsberg
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Mittwoch
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This World Is White No Longer

„Diese Welt ist nicht mehr weiß und wird es nie mehr sein“, stellte der US-amerikanische Schriftsteller James Baldwin 1953 in seinem Essay Stranger in the Village fest. Baldwins prophetischer Satz steht für eine entschiedene Kritik am weißen westlichen Denken und zugleich für einen Aufruf zu einem universellen Humanismus. Die Ausstellung This World Is White No Longer vertritt eine Haltung, die danach strebt, die „weiße Brille“ abzunehmen, und die den Perspektivenwechsel als Methode der Dezentrierung des eigenen Blicks vorschlägt und untersucht. Im Dialog mit Schlüsselwerken der Sammlung Generali Foundation präsentiert die Ausstellung Künstler_innen, die Rassismen hinterfragen und zugleich das Bild einer multiperspektivischen Globalität zeichnen, in der die Erfahrungen und Sichtweisen von People of Color von fundamentaler Bedeutung sind.

Mit Werken von Karo Akpokiere, Lothar Baumgarten, Danica Dakić, Forensic Architecture, Samuel Fosso, Charlotte Haslund-Christensen, Alfredo Jaar, Voluspa Jarpa, Belinda Kazeem-Kamiński, Adrian Piper, Lisl Ponger, Kara Walker

Parallel zur Ausstellung findet eine Projektausstellung mit der Klasse für Fotografie und Neue Medien, Universität Mozarteum Salzburg statt.

Während der Laufzeit gliedert sich die Ausstellung in:

Akt 1: 24. April – 20. Juni 2021

Akt 2: 24. Juni – 22. August 2021

Akt 3: 26. August – 10. Oktober 2021

 

Die Projektausstellung mit der Klasse für Fotografie und Neue Medien der Universität Mozarteum präsentiert Arbeiten, die aus einer intensiven Beschäftigung mit verschiedenen Ausprägungen von Rassismus entstanden sind. Mit einer Vielfalt an Zugängen reflektieren die Studierenden alltäglichen und strukturellen Rassismus, hinterfragen Identitätszuschreibungen und untersuchen Möglichkeiten von Machtkritik und Selbstermächtigung. Sie stellen Verbindungen zu anderen Diskriminierungsformen her und thematisieren die Mechanismen sozialer Medien ebenso wie neokolonialistische Praktiken des Tourismus. Von zentraler Bedeutung ist dabei die Frage nach der eigenen Position innerhalb von Kulturen und Ökonomien in Österreich und das damit einhergehende Verhältnis zu Rassismus. Die Ausstellung versteht sich als Verhandlungsraum. Sie verändert sich während der Laufzeit und macht damit einen Diskussionsprozess sichtbar, der unbeantworteten Fragen, fragmentarischen Überlegungen und Richtungswechseln gleichermaßen Raum gibt wie vollendeten Werken.

Klasse für Fotografie und Neue Medien, Universität Mozarteum Salzburg
Lehrende: Gregor Neuerer, Sigrid Langrehr, Michael Mauracher, Peter Schreiner
Beiträge von: Alba Malika Belhadj Merzoug, Melanie Forsthuber, Pia Geisreiter, Magdalena Heller, Hannah Imhoff, Agnes Elena Kern, Vera Kern, Kevin Klinger, Leonie Mirjam Lindinger, Charlotte Pann, Sabine Reisenbüchler, Eva-Maria Schitter, Sculpting Feminism Reading Group, this world is Ego No longer, Angelika Wienerroither, Judith Zaunschirm

Die Projektausstellung mit der Klasse für Fotografie und Neue Medien, Universität Mozarteum Salzburg findet parallel zur Ausstellung This World Is White No Longer. Ansichten einer dezentrierten Welt statt.

 

Hinweis:

Jeden Mittwoch von 18:00 bis 18:45 Uhr werden von einer/einem oder mehreren Teilnehmenden der Sculpting Feminism Reading Group über Zoom Texte vorgelesen, ausgewählt aus ihrer immer länger werdenden feministischen Leseliste. An den Abenden vom 12. Mai 2021, 26. Mai 2021 und 9. Juni 2021 wird sich die Gruppe zudem zur regulären Lesezeit online treffen und in die Franz-West-Lounge zugeschaltet werden. Als Museumsbesucher_in sind Sie eingeladen, daran teilzunehmen und sich über Zoom zuzuschalten. Bitte senden Sie eine E-mail an kunstvermittlung@mdmsalzburg.at, um den Link zu erhalten. Im Anschluss an jeden Mittwochabend werden die gelesenen und jeweils aufgenommenen Texte für die darauffolgende Woche im Rahmen der Ausstellung zu hören und sehen sein.

Die Sculpting Feminism Reading Group wurde 2020 an der Universität Mozarteum Salzburg gegründet. Die Lesenden sind: Rebecca Naß, Elena Lengauer, Dustin Waskow, Zoe Vitzthum, Charlotte Lang, Lara Schnepf, Benita Kogler, Hannah Imhoff, Marie Gruber, Caterina Mayer, Linda Kudla, Lena Ortner, Christina Jaques, Andrea Lumplecker, Ruth Berleth, Milena Keser, Leonie

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