Kulinarikfestival eat & meet 2020 | © AdobeStock-Countrypixel Kulinarikfestival eat & meet 2020 | © AdobeStock-Countrypixel
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01.-31. März 2020
Das Kulinarik-Festival in Salzburg.

Magischer Frühling

Kräuter, Honig, Tapas und Bitter.

ABGESAGT!

Aufgrund der aktuellen Corona-Situation wurde diese Veranstaltung leider abgesagt!

Das Motto des Kulinarik-Festivals eat&meet 2020 lautet "Magischer Frühling. Kräuter, Honig, Tapas und Bitter". Es bietet Raum für kreative Ideen und kulinarische Überraschungen. Seien Sie schon jetzt gespannt! 

eat&meet - Kulinarik im Film

Kulinarik-Festival eat&meet 2020

Kräuter

© Shutterstock - Lili Graphie

Die Quintessenz der Küche

Die Geschichte der Kräuter ist so alt wie die Geschichte der Menschheit. Im Namen von Pflanzen wurden Kriege geführt und Länder erobert. Heutzutage sind sie Bestandteil jeder Küche und bereichern in ihrer Vielfalt und ihrem Geschmack viele Gerichte. Eine Frage: Kennen Sie Thomas und Ruth Roy? Vielleicht nicht dem Namen nach. Aber vielleicht das, was sie ersonnen haben. Denn die beiden haben eine ganze Reihe von kuriosen Feiertagen in die Welt gesetzt, die mittlerweile nicht nur mehr in den USA ihren Platz im Jahreskalender finden. In der Palette der Besonderheiten gibt es zum Beispiel einen Tag des Chop Suey oder des Zitronensaftes. Am 29. August wird jährlich der "Kräuter-statt-Salz-Tag" gefeiert. Und auch wenn wir solche Tage nicht ganz so ernst nehmen, sind Kräuter doch nicht mehr aus unserer Küche wegzudenken. Klassiker wie Basilikum, Petersilie, Koriander, Schnittlauch, Liebstöckel oder Kerbel wandern ebenso in die Kochtöpfe wie einstiges "Unkraut", die Brennnessel oder der Wermut zum Beispiel. So wundert es daher nicht, dass es auch einen Tag der Kräuter und einen Ehrentag des Unkrauts gibt. 


Tapas

© Shutterstock - Visionsi

"Geschmack ist die Kunst, sich auf Kleinigkeiten zu verstehen". (Jean-Jacques Rousseau)

Welches Zitat könnte besser geeignet sein, über kulinarische Kleinigkeiten nachzudenken, wie zum Beispiel die Tapas, die zu Spanien gehören wie die Sonne. Aber auch die italienischen Cicchetti, vor allem die aus Venedig, die griechisch-israelischen Mezze, die lateinamerikanischen Tacos oder Tortillas, das englische Barfood, die französischen Aperitif-Häppchen und vieles mehr erfreuen die Menschen auf der ganzen Welt zur Stunde des Aperitifs. Und vielleicht sollte man diese köstlichen Kleinigkeiten eher über den Stil als über das Gericht definieren. Denn sie stehen für das informelle, gemeinsame Teilen und Genießen von unkomplizierten Mini-Köstlichkeiten, die jeweils den typischen Geschmack der Landesküche herbeizaubern. Und damit kann fast alles eine Tapa sein, nur auf die Größe kommt es an. Eine perfekte Kombination aus frischen Kräutern, Fisch, Krustentieren, Fleisch oder Gemüse in spannenden Kombinationen und vielfältigen Aromen sind die wunderbaren Minis. Man genießt sie zu einem Glas Wein, Spumante, Bier oder Cocktail und das hoffentlich in entspannter Atmosphäre an den Theken der Pubs, Bistros, Bodegas oder im Garten. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. 


 

Honig

© Shutterstock - Aleksandr Rybalko

Der Geschmack der Landschaft

"Honig ist der Geschmack der Landschaft. Je bunter und vielfältiger sie ist, umso spannender ist der Honig", beschreibt Bio-Imker Dietmar Niessner aus Wien den Nektar der Götter. Honig ist jedenfalls ein Trendprodukt. Und beschränkt sich schon lange nicht mehr auf das Land, denn auch im städtischen Raum sind die Bedingungen für Bienenprodukte sehr gut. Auf den Dächern vieler Opernhäuser, auf Stadtbergen, in Parks oder Museen stehen Stöcke für die fleißigen Bienen bereit, um daraus besondere Stadthonige zu kreieren. Honig besitzt eine mythische Aura, ist der Inbegriff von unbelasteter Natur und war schon immer da. Es gibt nur ganz wenige Lebensmittel, die imagemäßig an Honig heranreichen. Und die jetzige "Honig-Mode" ist damit eigentlich eine alte Kultur. Heute gibt es allerdings vermehrt Landschaftshonige - Honige also, die zu gewissen Jahreszeiten in gewissen Landschaften gesammelt werden und somit so etwas wie "Terroir" besitzen. Der Ursprung dieser "Honig-Crus" dürfte in Frankreich gewesen sein, wo sie schon in den 90er-Jahren erhältlich waren. Die Palette der Stadt- und Landschaftshonige ist aber auch in Österreich umfangreich. 


Bitter

© Marco Riebler

Eine Liebeserklärung der besonderen Art

Im Italienischen heißen die Bitter "Amari", was übersetzt einfach "bitter" bedeutet und für einen Kräuterlikör steht. Aber für uns klingt das Wort "Amaro" auch wie eine Liebeserklärung. In Italien sind sie so beliebt, dass es eine ganze Reihe davon gibt. Einige davon sind weltweit bekannt und beliebt. Allen voran gehören Ramazzotti, Averna, Fernet-Branca oder Punt e Mes zum festen Bestand von Bars in aller Welt. Aber auch der französische Chartreuse, Angostura bitter oder Peychaud's Orange bitter gehören hier dazu. Viele berühmte Kräuterliköre starteten ihre Karriere als medizinische Elixiere und Tonics. Bisweilen wurde daraus großer Genuss, manchmal auch Kult und fast jedes Land hat daher seinen Klassiker. Die Apotheker entwickelten aber nicht nur die Rezepturen vieler Kräuterbitter, sie waren als Meister des Mischens von Essenzen auch die Wegbereiter der Cocktailkultur. Und dabei kamen nicht zuletzt die Bitter zum Einsatz. Nicht nur der berühmteste unter ihnen, der Campari, lässt sich blendend kombinieren. Viele moderne Bartender greifen auch heute beim Mixen gerne zu alten und neuen Bitters. Schon vor mehr als 2000 Jahren schuf der römische Feinschmecker Apicius einen Wein aus Honig, Nelken und Gewürzen, der die Verdauung ins Lot bringen sollte, und damit den ersten Bitter. 


 

Auszug aus den eat&meet Veranstaltungen