Terrasse Stieglkeller | © TSG G. Breitegger Terrasse Stieglkeller | © TSG G. Breitegger
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Authentisch & Tradition Alexandra Picker-Rußwurm

Auf den Spuren der roten Stiege

Salzburg gilt als Bierhauptstadt Österreichs, denn in keiner Stadt gab und gibt es so viele Brauereien wie hier. 

Eine Braustätte, deren Geschichte sehr eng mit jener Salzburgs verwoben ist, ist die der Stieglbrauerei. Heute befindet sich die Brauerei zwar im Salzburger Stadtteil Maxglan, aber das berühmte „Stieglein auf der Gstätten“, von dem die Brauerei ihren Namen hat, lässt sich heute noch erahnen, wenn man auf dem Anton-Neumayr-Platz steht und in Richtung „Haus der Natur“ schaut.

Damals führte nämlich eine Stiege von der Gstättengasse zum Almkanal hinunter. Seither hat sich natürlich vieles verändert: Aus der kleinen Gasthausbrauerei ist die führende Privatbrauerei Österreichs geworden. Doch eines ist nach wie vor wie damals: die Brauerei ist in Privatbesitz und die Stiege ziert auch heute noch das Logo von Stiegl. 

Auf einem Streifzug durch Salzburgs Altstadt begegnet man deshalb auch immer wieder der roten Stiege: Wie im Gasthaus „Zum Wilden Mann“, das schon im Jahr 1230 erstmals urkundlich erwähnt wurde. Früher wurden hier sämtliche Waren, die auf der Salzach verschifft wurden, gewogen und gelagert, bevor sie in der Innenstadt verkauft werden durften. Heute ist der „Wilde Mann“ ein typisches Wirtshaus, wie es in der Stadt nur noch ganz wenige gibt. Hier setzt man sich hin, wo Platz ist. Und in Gesellschaft schmeckt das frisch gezapfte Stiegl-Bier doppelt gut. 

Den vermutlich fantastischsten Ausblick über Salzburgs Altstadt hat man wohl im Stieglkeller aus dem Jahr 1910, am Fuße der Festung Hohensalzburg. Weil es bis ins Jahr 1820 keine anderen Kühlmöglichkeiten gab, lagerte Stiegl ihr Bier in Kellern, die in den Festungsberg getrieben wurden. Diese boten beständige, niedrige Temperaturen und so konnte man das Bier schließlich auch im Sommer brauen und lagern. Im Jahr 1838 erhielt der Stieglkeller dann die Erlaubnis, Bier auszuschenken. Und auch heute ist der Stieglkeller ein besonderer Ort, um sein Stiegl-Goldbräu vom Fass zu genießen.
 

Dass auch Mozart gerne Stiegl trank, beweisen Tagebucheintragungen seiner Schwester Nannerl. Zum Beispiel vom 24. August 1780. An diesem Tag war Wolfgang Amadeus Mozart im Stieglkeller, um dort beim „keglscheiben“ zuzuschauen … und vermutlich auch, um sich ein frisch gezapftes Stiegl zu gönnen. Wer auf den Spuren des großen Komponisten unterwegs ist, kommt unweigerlich am Café MozARTs zwischen Mozart- und Residenzplatz vorbei. Hier kann man nebst Kaffeespezialitäten u.a. die Stiegl-Braukunst-Edition, eine von Studierenden der Universität für Angewandte Kunst gestaltete Bier-Edition, probieren.

Und wer spät nächstes unterwegs ist, der sollte entweder in der City Alm am Rudolfskai oder im Club Take Five einkehren. Dort ist Top-Bierqualität mit der roten Stiege garantiert.
 

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