Goldschmied Thomas Salzburger | © Goldschmied Thomas Salzburger Goldschmied Thomas Salzburger | © Goldschmied Thomas Salzburger
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© Goldschmied Thomas Salzburger
Authentisch & Tradition Wilfried Kropp

Goldschmied Thomas Salzburger: Aus alt mach neu

Wenn er von seinem Arbeitsplatz hochschaut, blickt er auf den Toskanatrakt der Residenz. Nur wenige Schritte weiter dann die Franziskanerkirche und das Stift St. Peter. Und dann heißt er auch noch Salzburger, Thomas mit Vornamen – mehr Salzburg geht nicht. Der gebürtige Kitzbühler ist seit 1994 Goldschmiede-Meister und betreibt in der Sigmund-Haffner-Gasse 16 ein kleines Geschäft mit angeschlossener Werkstatt.

An diesem Standort arbeitet er seit November 2018. Er hat einen breitgefächerten Kundenkreis, der seine handwerklichen und kreativen Fähigkeiten schätzt. „Ich habe Arbeit ohne Ende,“ gesteht er lachend im Gespräch. Es sind unter anderem Umarbeitungen und Reparaturen von Erbstücken, die zu ihm gebracht werden. Aus Altem wird oft wieder etwas Neues. Bei Neuanfertigungen skizziert er nach seinen Vorstellungen das Schmuckstück auf Papier, um im Gespräch den Kunden bei der Meinungsbildung zu helfen. „Die wenigsten wissen, was zu ihrer Persönlichkeit passt,“ erklärt er. Neben seiner Goldschmiede-Arbeit ist er auch als Schätzmeister tätig, der Gutachten für Auktionshäuser, Banken und Privatpersonen erstellt.

Sakrale Kunst

Einen besonderen Namen hat er sich geschaffen mit sakraler Kunst. Hier geht es um Restaurierungen und Neuanfertigungen von sakralen Gegenständen. Kirchen und Klöster in Österreich und Bayern gehören zu seinen Auftraggebern. So fertigte er beispielsweise den Pontifikalring von Erzabt Korbinian Birnbacher OSB, einen Bischofsstab für die Diözese Eisenstadt und ein mit Edelsteinen besetztes Evangeliar für das Benediktinerstift Melk an. Dieser Schwerpunkt hat mit seiner persönlichen Entwicklungsgeschichte zu tun, denn Thomas Salzburger hat 14 Jahre als Mönch im Kloster Gut Aich bei St. Gilgen gelebt.

Dort hat er die klostereigene Werkstätte aufgebaut. Seine solide Ausbildung bildete das Fundament. Nach dem Austritt aus dem Benediktiner Orden hat er wieder bei Null angefangen. Gute Beziehungen zu Persönlichkeiten der Kirche und der Gesellschaft haben ihm geholfen, beruflich schnell Fuß zu fassen, zunächst als Schätzmeister im Dorotheum Salzburg, dann mit eigenem Geschäft in Bad Reichenhall, später in Salzburg. Er pflegt sein persönliches Netzwerk sowohl bei den Rotariern als auch im Laienorden der „Ritter von Heiligen Grab zu Jerusalem“, der soziale Einrichtungen in Palästina und Israel unterstützt.
 

Dass Thomas Salzburger ein unkonventioneller Mensch ist, erkennt man an vielen Details seines kleinen Ladenlokals: Zwei Replikate von Salvador Dali stehen da im Schaufenster, selbstgemalte Ikonen hängen an der Wand, ebenfalls das Familienwappen. In Glasvitrinen sind kunstvolle, farbige Tierfiguren aus Edelsteinen ein Hingucker. Zu seinen persönlichen Favoriten gehören die Farbedelsteine: Er gerät ins Schwärmen, wenn er aus dem Tresor die Schubfächer mit Turmalinen, Rubinen, Smaragden, Aquamarinen, Granate und Opale in allen Farben herausholt.

Auch Bernsteine hat er vorrätig, weil diese in letzter Zeit wieder vermehrt gefragt werden. Von einem zeitgenössischen Trend profitiert sein Geschäft besonders, dem Trend zur Individualisierung. „Es gibt doch zum Glück immer mehr Menschen, die ein Unikat besitzen wollen.“ Selbst Männer, die ansonsten nicht besonders schmuckaffin sind, lassen sich unter anderem individuelle Siegelringe anfertigen.

Thomas Salzburger liebt seinen Beruf: „Es ist eine feine Arbeit, die Gegenstände sind sehr filigran und kostbar, deshalb immer gibt es das Risiko des Scheiterns.“ 

Wer auf der Suche nach einem individuellen, besonderen und ganz persönlichen Weihnachtsgeschenk ist, wird hier sicher fündig!

www.thomas-salzburger.at

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